Mittwoch, 23. Mai 2007

Maturaufsatz und Vögeli

Heute schrieb ich einen Aufsatz, der notenmässig einen Viertel von meiner Maturnote im Deutsch ausmacht. Leider sprach mich keines der Themen wirklich an. Ich wählte dann das "Nothema", und schrieb eine Geschichte zu Ende. Schlussendlich wurde es dann trotzdem eine ziemlich tiefgründige Geschichte... Hoffentlich passts dem Lehrer!

Den Nachmittag verbrachte ich mit Mathelernen und Pausen dazwischen einlegen, wobei zeitweise letzteres überwog. Zwischendurch wurde ich noch von einem Paparazzi names Mami verfolgt. Sie hatte sich eine neue Kamera gekauft und ich musste hinhalten. "Ich darf auch ein Hobby haben!" Natürlich darfst du das!

Etwa um 19.00 Uhr befand sich unser ganzes Haus in Aufruhr. Ein kleines Vögeli sass auf unserer Terasse und sperrte sein Schnäbelchen sperrangelweit auf. Papparzi Mami hatte ein neues Motiv, wir anderen hatten Angst, dass es aus dem Nest gefallen ist, und nun kläglich verhungern muss. Meine erste Idee war, aufpäppeln. Mein kleiner Bruder rannte in den Garten und durchgrub diesen, doch er fand keinen Wurm. Wir töteten eine Fliege und wollten sogleich das Vögeli füttern. Glücklicherweise kam zuvor meine Schwester (Biologiestudentin) heim und beruhigte uns. Die Vögelieltern würden selber kommen und es füttern, wahrscheinlich seien die ersten Flugversuche fehlgeschlagen. Und so war es dann auch. Vögelipapi kam und fütterte es, meine ganze Familie beobachtete dieses für uns nicht alltägliche Schauspiel. Liebes Vögeli, warte doch das nächste Mal, bis du flügge bist, sonst hältst du mich nochmals ab von meinen Matheaufgaben!

Nun aber gehe ich Fussballschauen, obwohl ich noch nicht eins bin, wer gewinnen soll...

Tutti Talenti a Tenero

Letzte Woche fand wie jedes Jahr der 3T statt, was soviel bedeutet wie Talent-Treff Tenero, oder eben auf Italienisch Tutti Talenti a Tenero. Ich hatte schon vor ein paar Jahren zwei Mal daran teilgenommen und fand es immer wieder lustig, neue Sportarten auszuprobieren. Dieses Mal war es für mich etwas "bikelastig", denn auf Grund meiner Verletzung am Knie konnte ich nicht OL, meine eigentliche Sportart, trainieren und nutzte die Zeit jeweils für ein Biketraining (und um mein Maturbuch, Sense and Sensibility, zu lesen. Echt empfehlenswert, haha, hallo Ironie:-)) Ich fand plötzlich den Gefallen daran, sehr viel Velo zu fahren. Die Gründe dafür waren das gute Bike, dass ich vom Sportzentrum erhielt und die wunderbare Umgebung. Zusätzlich war ich nach meiner Trainingspause doppelt motiviert, wieder zu trainieren, auch wenn es "nur" Velo war.

Für ein Fotoshooting hat es trotz Verletzung gereicht :-)

Ja nun aber zum spannenden Teil: Baseball, Gigathlon, Windsurfing. Das die drei Sportarten, die wir mit dem OL-Kader ausprobierten. Baseball kennen ja wohl alle, leider war unser Team ziemlich schlecht (wozu ich wahrscheinlich auch einen Beitrag geleistet hatte, obwohl ich den Ball mit dem Schläger immer traf). Dann der Höhepunkt der Woche: Gigathlon.
Biken (das kannte ich schon), mit dem Bähnli den Hoger hinauf fahren und dann Down Hill Biken, das war spitze! Es kam aber noch besser. "Softcanyoning" war angesagt. Wir "quetschten" uns in die ultraengen Neoprenanzüge, montierten Helm, Schwimmweste und Schuhwerk und stürzten uns von 3m Höhe in das eiskalte Wasser. Es war echt toll, uns im Steinpool vom Wasser treiben zu lassen und ab und zu wieder Mal von einem Felsen zu springen oder herabzurutschen. Es brauchte anfangs aber auch ziemliche Überwindung. Ich überlegte mir, dass meine Mutter und Grossmutter wahrscheinlich das erste Mal das Recht dazu hätten, wirklich ein bisschen Angst um mich zu haben:-)

Softcanyoning, geil!

Die letzte Hürde, bevor wir unsere Teamsitzung im Centro abhalten konnten, war Kanufahren. Dazu sage ich lieber nicht so viel, nur, dass ich sicher nie von OL zu Kanu wechseln werde:-)
Das Windsurfen am letzten Tag war nochmals ein Erlebnis. Leider hatte ich Muskelkater vom Kanufahren und der Wind stellte fast ganz ab, als wir endlich unsere Segel spannen durften, doch es machte trotzdem Spass!

Ja, diese tolle Woche ist leider schon lange wieder vorbei, jetzt ist erstmal(s) lernen angesagt...

Dienstag, 1. Mai 2007

Tanz in den Mai

Da der April nur 30 Tage hat, war bereits gestern Schluss mit diesem Monat. Der April zeigte sich dieses Jahr von seiner sonnigsten Seite. Er hat sich richtig ins Zeug gelegt, um es ins Buch der Rekorde zu schaffen und wir fanden, dass das gebührend gefeiert werden musste. Nach gemütlichen zwei Stunden am See mit der Klasse und interessanten Gesprächen über Männer, Leichenverstecker, welche im "Dance Palace" Kolleginnen von Kolleginnen antanzen und anderen mühsamen Personen, machten wir uns zu viert auf den Weg Richtung Konstanz. Vorher aber noch änderten wir unser Outfit, ganz im Sinne von "Wer-hat-länger-sich-zu-stylen". Ich entschied mich für die Farbe weiss. Mit dem Mitsubishi (das Problem der Lenkradblockierung habe ich mittlerweile im Griff), tuckerten wir zum Zoll und danach, ja wirklich, trotz allen Horrorgeschichten, zum "Dance Palace". Dieser furchteinflössende Türsteher nahm es sehr genau mit der ID-Kontrolle. Etwas zu genau!!! Denn, das habe ich nun wirklich noch nie erlebt, er wollte mich nicht hereinlassen. "Das ist aber nicht dein Ausweis!" Natürlich war es meiner, du Dödel! Ich weiss ja, dass ich jünger aussehe, als ich bin (später wird das ein Vorteil sein), aber dass ich mit meinem eigenen Ausweis nicht reinkomme, Frechheit! "Wie gross bist du?", fragte er dann. Ich wusste, dass meine Grösse auf der ID stand, aber ich konnte mich ehrlichgesagt nicht genau erinnern, weil es schon ein Weilchen her war, als ich diese ID herstellen liess. Da ich 172,5cm gross bin, sagte ich: "172 oder 173cm"... Schon klar war er noch mehr misstrauisch, auf der ID stand "172cm". Langsam aber sicher wurde ich sauer. Da kam mir der rettende Gedanke: mein Muttermal oberhalb meines rechten Auges. Ich musste ihm die ID ganz nahe vor die Nase halten und es ihm zeigen: "Schauen Sie, hier, das typische Merkmal meines Gesichtes, ein Muttermal!". Das konnte ihn dann so einigermassen überzeugen, zumindest so weit, dass er mich hereinliess.
Fazit: Entweder habe ich mich ziemlich verändert, seit dieses Foto geschossen wurde, oder ich war dermassen gestylt, dass ich völlig anders aussah. Oder war es der kleine Ausschnitt? (bei diesen Türstehern weiss man ja nie!)
Der Tanz in den Mai fand schlussendlich auch für mich statt. Ich musste mich jedoch zurückhalten wegen meines Knies. Es war natürlich trotzdem ganz toll, obwohl die schönsten Männer alle eine Freundin hatten. "Weiss steht dir ganz gut!" - "Danke für das Kompliment"... Puuh, ich hatte mich also richtig entschieden bei unserem Stylingmarathon. Die Anmache könnte zwar noch besser sein, aber ganz entscheidend besser war sie als jene, die ich vor einiger Zeit einmal erlebt habe und die ich nicht mehr vergessen werden: "Du hast so viele Muttermale im Gesicht!". Zehn Sekunden später der nächste Hammer: "Besonders das oberhalb deines Auges finde ich wunderschön!". Haha, ich muss jedes Mal lachen, wenn ich daran denke. Ja und so wären wir wieder beim Muttermal... gestern war ich für einmal froh darum!

Romi und ich (in weiss, mit Muttermal)