Samstag, 22. März 2008

Glad Påsk!

Liebe Zuhausegebliebenen,

auch in Schweden feiern sie Ostern, zwar ohne Osterhasen, dafür mit massenhaft anderen Süssigkeiten. Und auch in Schweden gibt es eher an Ostern Schnee als an Weihnachten. Nun haben sie sogar den Skilift beim Skihügel, der vielleicht gerade mal 40 m hoch ist, installiert. So viel Schnee hat es aber doch wieder nicht. Oke, zum Schlitteln genügt's, aber zum Skifahren? Kein Problem, wir haben ja noch eine Schneekanone. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich heute dort vorbeirannte. Aber manchmal sind die Schweden wirklich komisch. Der Donnerstag vor Ostern ist zum Beispiel auch nicht grün sondern rosa. Wie süss!


Na dann, glad Påsk!

Sonntag, 9. März 2008

Lägenheten i Göteborg

Was ich jetzt gerade sehe? Das kommt drauf an, zum einen einmal meinen Computer, wenn ich den Kopf etwas hebe, den Hafen von Göteborg. Wenn ich aufstehe und nach links schaue, die berühmte Hängebrücke, den ganzen lang gezogenen Hafen. Und wenn ich mich drehe, dann blicke ich über die Dächer Göteborgs. Aber ich habe mehr als nur einen Blick über die Altstadt. Zum Beispiel sehe ich auch das Ullevi, das Stadion, oder die Achterbahnen des Lisebergs, oder weiter, bis zum Vidblicksgatan 6. Und ich bin hier nicht auf einem Aussichtsturm oder so, sondern in meiner Einzimmerwohnung. 144 Stufen sind zu schaffen, um da raufzukommen. Ich wohne sozusagen auf dem Dach, in einer Kupole. Dazu das Zitat meines Taxichauffeurs: „That’s probably the nicest apartment in whole Gothenburg.“ Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es irgendwo noch etwas Exklusiveres gibt. Schaut euch die Bilder an und überzeugt euch. Jättebra! Fett najs!


I Göteborg igen!

Eine halbe Stunde zu früh setzte unser Flugzeug nach einem wunderschönen Flug mit Blick über ganz Göteborg zu einer eher unschönen Landung an. Den Schock hatte ich aber schnell verdaut, denn es erwarteten mich zwei spannende Monate in Göteborg und nichts konnte meine Aufregung stoppen. Dann kam auch schon bald mein Privattaxi, ein Freund aus dem Klub. Er ist also wirklich ein richtiger Taxifahrer mit echten Taxifahrerkleidern und einem echten Taxi. Nur der Gebührenzähler war ausgeschaltet. Er fuhr mich direkt zu meinem Palast (siehe nächster Blog). Als ich diesen zweiten Schock, den „Wow!-Was-für-eine-Wohung-Schock“ verdaut hatte (was wesentlich länger dauerte), richtete ich mich gemütlich ein in dieser Wohnung, wo man nicht gleichzeitig kochen und Fernsehschauen kann, weil es sonst die Sicherung raushaut. Später erledigte ich einige organisatorische Dinge und ärgerte mich schon das erste Mal, dass ich (noch) nicht Schwedisch sprechen kann. Nach dem Klubtraining am Abend war ich so müde, dass ich gleich einschlief, obwohl eine Stunde später Scrubs im Fernsehen gekommen wäre…