Samstag, 8. November 2008

Samstigobig

Scho trurig wemmer am Samstigabig nüt bessers ztue het als lerne... Aber ja, konzentrierts lerne chamer das nöd nenne...

Zwüscheddure hani äbä mol no schnell dä Fernseh igschalte. Am Samstigobig chömed jo bekanntlich nume sehr hochstehendi Sendige, wiä "Wetten, dass!" mit dä Hariboblondine, wo 50% vodä Sendezyt sinä Gäscht in Usschnitt lueget. Drum hani schnell uf RTL umgschalte, wo diä ander hochstehendi Sendig Supertalent gloffe isch. Zitat des Abends: "Man kann Dieter Bohlen nicht eifnach so nachmachen, der ist eigenartig!" vom Bruce Darnell, au bekannt als Hülsuse vo Supermodel. Genau, da haoscht duo RRRäscht!

Drum hani mi entschiede, gschider chli was über Rho-independent termination vom E.coli zläsä, aber schlussendlich bini wieder im Internet glandet...

Ah jetzt gangi aber go schlofe! Guet Nacht!

Samstag, 25. Oktober 2008

Neue Erkenntnisse...

...der letzten Woche(n)

- 1/18 des Bachelors ist geschafft (der Matheprofessor hat uns herzlich dazu gratuliert). So viel dafür tun mussten wir bis jetzt jedoch nicht, aber das wird sich wohl noch ändern...

- In der Mensa kann man verarscht werden. Paella (mit Tintenfische!!!) wird als Gemüsereis getarnt, damit sie das komische Zeugs auch ja losbringen (denn wer isst schon Tintenfische?!).

- Eine Zelle ist HOCHDYNAMISCH. Dieses Wort nahm unser Zellbiologieprofesser etwa 11 Mal in 90 Minuten in den Mund. Jetzt weiss ich es dafür, das werde ich nie mehr vergessen... hochdynamischschsch....

- Man kann alles komplizierter machen als es ist. Unsere Professoren, allen voran der Chemieprofessor, sind spitze darin, die einfachsten Sachen so zu erklären, dass es richtig kompliziert wird. Aber wir sind ja an einer Uni, da wird nichts Einfaches gelehrt (und wenn doch, dann muss es eben kompliziert gemacht werden)!

- Wenn der Oberguru des Chemiepraktikums auftaucht, haben 90% der Studenten Schweissausbrüche.

- Knoppers sind Aktion im Denner:-)

... und und und ...

Vielleicht fällt mir für den nächsten Blog etwas Besseres ein.

Donnerstag, 25. September 2008

Göteborg, Uni, Rennvelo.

Das sind die drei Schlüsselwörter zu den Ereignissen der letzten drei Wochen...


In Göteborg genoss ich meine letzte Ferienwoche mit einem Longjogg mit Karl, einem Nacht-OL mit Karl, ausgiebigen Spaziergängen mit Karl, einem VIP-Kino-Besuch mit Karl, Krebsfischen mit Karl und Ausschlafen und Shoppen - ohne Karl (der musste in die Schule... hihi - und letzteres tu ich immer noch lieber alleine...)

Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte... Voilà!



Wieder zurück in der Schweiz begann sogleich mein Biologiestudium an der Universität Zürich. Mit einem Tag Verspätung erreichte ich den Irchel, der in den nächsten paar Jahren mein drittes Zuhause sein wird. Bis dann werd ich wohl auch verstanden haben, wie das mit den unzähligen Gängen funktioniert... Wieso studiere ich eigentlich Biologie? Unser Genetikprofessor sagte, dass schon alleine die fundamentale Frage "Weshalb gibt es zwei Geschlechter" ein ganzes Biologiestudium rechtfertigen würde. Ich schrieb nach 10 Sekunden überlegen die folgende Antwort auf den Zettel (den wir nach der Vorlesung abgeben mussten): Genetische Durchmischung. Muss ich wirklich noch 5 Jahre an dieser Frage studieren?

Rachel Rennvelo!!!
So lautete meine Statusnachtricht auf Facebook vor ein paar Tagen. Ah ich hab ein ganz Tolles Velo gekriegt! Hab richtig Schmetterlinge im Bauch wenn ich an mein Velo denke. Heute wollte ich ins Velotraining des ASVZ. Leider hab ich niemanden getroffen am besagten Treffpunkt. Deshalb bin ich alleine losgeradelt und habe Zürich erkundet. Bis zum Wolkenbruch gefiel es mir auch ganz gut... danach nahm ich aber den kürzesten Weg zurück nach Schwamendingen, obwohl ich sowieso schon durchnässt war. Jänu!

Was bisher geschah... dritter und letzter Teil

Oringen - Menschenmassen und Sommerwetter

Ok, das ist ja nun wirklich eine alte Geschichte, aber ich muss ja meine Fortsetzung meiner Sommermomente schreiben, damit ich dann mit einem neuen Thema beginnen kann. Also der fünf-Tage-OL mit dem Namen Oringen war ja wirklich ganz schön. Über 22'000 (!!!) Leute orientierten sich im schwedischen "Hochgebirge" (Anm.: Es war vielleicht knapp mal 2000 M.ü.M) und wurden Zeugen davon, dass es in Schweden auch wärmer als 20°C werden kann. Sogar richtig heiss!

Karl und ich am grössten OL-Wettkampf der Welt.

Montag, 1. September 2008

Was bisher geschah... zweiter Teil

JWOC - Pechsträhne und Achterbahn
Nun ja, über die JWOC (Junioren-WM im OL, ausgesprochen "Tschei-Wogg") gibt es in erster Linie vorallem Negatives zu erzählen. Da war mal meine Erkältung, die mich daran hinderte, schnell zu laufen und mein Arm, der nicht mehr mitmachte nachdem ich einen kleinen Felsen runterstürzte... Aber ich habe natürlich auch Spass gehabt in dieser Woche, obwohl es im sportlichen Bereich überhaupt nicht nach Wunsch lief. So eine WM ist immer ein besonderes Erlebnis, der Kontakt zu ausländischen Läufern im WM-Dorf, die Wettkämpfe, die Rangverkündigungen. Ein Beispiel für einen lustigen Moment ist die Eröffnungsfeier, die im Liseberg, einem Freizeitpark, stattfand. Wir durften vorher alle Attraktionen gratis ausprobieren. Die Achterbahnen waren der Hammer! Beim freien Fall hatten wir zwar eine traumhafte Aussicht mit Sonnenuntergang über ganz Göteborg, aber leider nur für kurz Zeit, danach schnellten wir in die Tiefe.. aaahhh! An der Eröffnungszeremonie wollten wir Schweizer möglichst auffallen, allen voran unser Trainer, der oftmals der grösste Kindskopf in der auch so schon "kindskopfigen" Truppe ist. Laute Zwischenrufe sowie das Tanzen auf der Sitzbank war eine Schweizer Erfindung. Zuerst wurden wir etwas schräg angeschaut, schlussendlich liessen sich aber auch andere Nationen begeistern und wir pogten zu den letzten Liedern der Rockband, welche den Anlass musikalisch unterstrichen. Die Schweden (und auch andere Nationen) hielten sich da aber raus, wahrscheinlich war ihnen die Verletzungsgefahr zu gross, wir hatten aber auf jeden Fall unseren Spass!

Schweizer-WM-Girls auf der Achterbahn, yeahh!

Frisksportlägret - kalt, nass, einmalig
Im Gesundensportlager (so heisst das übersetzt) zeltet man eine Woche und hat viele Möglichkeiten, Sport zu betreiben. Leider regnete es oft und warm war es auch nicht. Deshalb fiel für mich das Baden im See schon mal weg. Für mich war vorallem Lauf-, OL- und Radsport angesagt. Das Highlight war, als ich den Pontusathlon bei den Damen gewann, Karl war der übrigens schnellste Herr. Dieser Wettkampf beinhaltete im Gesamten etwa 3 Kilometer Laufen, 75 Meter Schwimmen und 400 Meter Hindernislauf. Ich verlor zwar unglaublich viel Zeit auf der Schwimmstrecke (eine Katze kann besser schwimmen als ich), doch beim Laufen holte ich die Zeit wieder heraus. Als ich einen knappen Sieg ins Ziel lief, verkündete der Speaker, dass jetzt eine OL-Läuferin aus dem tschechischen Juniorennationalkader einläuft. Nach einem Protest meinerseits korrigierte er seine Aussage, irgendwie bin ich halt schon stolz auf unsere Schweiz.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 21. August 2008

Was bisher geschah...

Das ist das Problem! Ich hätte ungeheure Mengen an Schreibmaterial, doch weiss ich trotzdem nicht, worüber ich jetzt schreiben sollte. Ich könnte Euch erzählen, was ich diesen Sommer alles erlebt habe. Ich müsste bei meiner exklusiven Geburtstagsparty auf dem Luxusschiff beginnen, euch anschliessend über Karls ersten Aufenthalt in der Schweiz berichten, mit der für mich katastrophalen Junioren-WM fortfahren und Euch dann meine Erlebnisse im darauffolgenden Frisksportslägret schildern. Über die anschliessende Woche in Falun hätte ich dann etwas weniger zu sagen (schlafen, velofahren, essen, fernsehen, schlafen...). Aber die Woche danach war aber dann wieder ein, wenn nicht DER Höhepunkt meines 5-wöchigen Schwedenaufenthalts und birgt darum ebefalls ein grosses Erzählpotential. Das war der Oringen, der grösste OL-Anlass der Welt, dieses Jahr im schwedischen "Hochgebirge" (Anführungszeichen deswegen, weil wir Schweizer unter hoch etwas anderes verstehen) und mit 20000 (!!!) Startenden. Aber ihr seht selber, über all das zu berichten würde die Kapazität dieses Blogs sprengen. Deshalb stelle ich Euch nun eine Auswahl an witzigen, bewegenden oder spannenden Momenten in diesem Sommer vor...

Geburtstag - EURO 08 und Luxussuite
Meinen 20. Geburtstag feierte ich mit Eva, die mich zum EURO-Spiel Schweiz gegen Türkei einlud. Die Stimmung war bis in die 92. Minute super, am Schluss reisten jedoch alle mit gesenktem Kopf nach Hause. Schnell war aber die Niederlage vergessen, denn Karl und ich feierten unseren Geburtstag (er wurde 24)am folgenden Wochenende nicht irgendwo, sondern in einer Luxussuite auf der Fähre von Abo nach Stockholm. Ein mulmiges Gefühl stellte sich bei mir ein, als wir trotz Überwachungskamera zum grössten Buffet, das ich je gesehen hatte, reinschlichen und so etwa 120 Franken sparten. Das Morgenessen (wobei einfach nur "Essen" untertrieben ist, weil das Buffet von Torten, Früchten, warmen Speisen, Kaviar, verschiedenstes Gebäck bis zum normalen Brot mit Konfi alles beinhaltete) verzehrten wir dann wieder ganz legal, doch zur frühen Morgenstunde - nach meinen Geschmack etwas zu früh (5.30 Uhr).


Eva und ich im St. Jakobspark, doch alles fänen half nichts, die Schweiz verlor und schied sang- und klanglos aus.


Das Wohnzimmer unserer Luxussuite. Der Whirlpool war übrigens auch ganz toll...


Dritte Juniwoche - Megatouristisch, oder fast...
Karl, ein echter Wikinger mit rotem Bart, kam für eine Woche ins Heidiland. Am ersten Tag liess ich mir für meinen Schweden etwas ganz Besonderes einfallen. Wir gingen in die IKEA und kauften schwedische Möbel für mein neues Zimmer in Zürich - Haha! Aber er lernte dann schon noch die "echte" Schweiz kennen. Auf dem Jungfraujoch fehlte uns nicht nur wegen der dünnen Luft der Atem. Es war einfach (atemberaubend) schön, auch für eine waschechte Schweizerin. Ach ja, ein neues deutsches Wort, das Karl von alleine gelernt hat, ist mega. Anscheinend sagen wir das megaoft, ihm ist das auf jeden Fall mega aufgefallen.


Nein, das ist keine Fotomontage! Karl und ich, auf 3571 Metern Höhe, vor dem Aletschgletscher. MEGAWOW!



Fortsetzung meiner Sommermomente folgt...


Ich muss schlafen gehen, denn als Hilfskraft muss man pünktlich auf der Matte stehen. (Das reimt sich sogar!)

Sonntag, 17. August 2008

Die Sommerpause ist vorbei...

Ach, das war ja lange her. „Det var länge sen“ würden sie jetzt in Schweden sagen. Aber ich bin ja schon lange nicht mehr in Schweden, also genau zweieinhalb Wochen, aber das ist eine Ewigkeit. Nun, zurück zur eigentlichen Sache: hier kommt ein neuer Blogeintrag! Ich hätte ja so viel schreiben können, aber es wurde mir immer peinlicher, weil der letzte Eintrag schon „sà länge sen“ ist. Ich traute mich nicht mehr, etwas zu schreiben. Doch heute nehme ich mich zusammen, denn besser wird’s ja wirklich nicht. Ja, nun ist die Blogsommerpause vorüber... See you

Mittwoch, 30. April 2008

Fotostory

Aber Philipp, wieso luegsch denn so?

Mir gönd doch hüt uf Torslanda!

Über die berüehmt Brugg führt dä Wäg...

Nocher gots ab in Dschungel...

D'Spaziergängerin Rachel het di falsch Schuewahl troffe...

und noch dem beschwerliche Weg brucht sie äs Päusli...

Doch dänn, endlich hemmers gschafft.

Wow!

Was wöttmer meh?

Freitag, 25. April 2008

Tiomila

Nur noch einen Tag respektive eine Nacht bis zum OL-Ereignis des Jahres, der Tiomila. Ich wurde schon vor Wochen vorgewarnt: „Achtung, vor der Tiomila drehen alle Schweden durch!“. Und man merkt wirklich, dass die hier alle ziemlich nervös werden. Für viele Orientierungsläufer ist es fast der wichtigste Wettkampf der Saison. Zwar ist es das nicht für mich, aber ich freue mich sehr auf morgen. Ich wollte schon immer einmal an einer grossen Staffel mitlaufen, nun ist es soweit. Hej ihr 6999 andere Tiomilateilnehmer, ich komme!!!

I am still alive...

Da bin ich wieder… Immer noch in Göteborg, immer noch glücklich darüber. Mittlerweile hat sich wieder Vieles verändert. Ich bin zum Beispiel umgezogen. Jetzt wohne ich mit zwei Schweizern in einer schönen Wohnung beim Redbergsplatsen. Doch mit zwei Jungs zusammen zu wohnen ist hart, das habe ich schon nach kurzer Zeit festgestellt. Weshalb? Sie sind halt Jungs… Aber das Praktische ist, dass sie ein Auto dabei haben. Wir sind so sehr mobil und können in alle schönen Wälder trainieren gehen.

Nun gehe ich auch nicht mehr zu Schule, welche ich doch noch ziemlich vermisse. Ach ja, die Schule habe ich ja noch gar nie erwähnt. Ich habe ja im März mit einem Anfängerintensivkurs begonnen, welcher so elend langweilig war. Es lernen nicht alle gleich schnell, das wusste ich ja. Aber es gibt wirklich solche, die lernen gar nicht, auch wenn man es zehnmal wiederholt. Nun ja, das Lerntempo war mir definitiv zu langsam, ich war doch sehr unterfordert. Irgendwann (viel zu spät) konnte ich in eine höhere Stufe wechseln. Das war super. Ich lernte endlich mehr Schwedisch und traf viele nette Leute, mit welchen ich auch in den Ausgang ging. Dank meinen neuen Freunden lernte ich auch das Sprachcafét kennen und schätzen. Jeden Donnerstag geht man dorthin und spricht miteinander Schwedisch. Man trifft da vor allem Einwanderer, die die neue Sprache üben wollen. Es war jeweils sehr spannend, mit irgendwelchen Leuten, die man noch nie vorher gesehen hat, über Gott und das Leben zu reden. Ich habe mich schlussendlich entschliessen können, den nächsten (bzw. übernächsten, ich hätte nochmals einen überspringen können) Kurs nicht zu machen. Der Grund dafür ist, dass ich noch ein bisschen reisen gehen werde. In einer Woche geht es los…Dalarna, ich komme!

Bis dahin geniesse ich das traumhafte Frühlingswetter in Göteborg (und höre mir schadenfreudig die Wetterprognosen für die Schweiz an). Was gibt es Schöneres, als mit dem Velo an einen der unzähligen Seen zu fahren, an der Sonne zu liegen und (vielleicht) ein bisschen schwedisches Vokabular zu lernen? Oder was spricht gegen einen Spaziergang im botanischen Garten mit Mittagsschläfchen an der Sonne?

Fast hätte ich ein wichtiges Ereignis vergessen: Ich habe mir endlich lang ersehnte Björn-Borg-Unterwäsche geleistet, und da mir es dieser Tennisspieler wirklich angetan hat, kamen noch ein Paar Björn-Borg-Schuhe dazu… das war’s für heute, ha det bra och vi hörs!


Bilder folgen später...

Mittwoch, 2. April 2008

Hejsan!

Der Schnee hat sich verflüssigt und gestern war ich etwas irritiert, als die Sonne schien. Es war fast zu warm, mit einem Thermo OL zu laufen. Da kamen ja richtige Frühlingsgefühle auf! Heute hat sich die Situation aber normalisiert und es regnet wieder bei 6° C. Seit dem letzten Blog ist wieder einiges passiert. Zum Beispiel haben nun auch noch andere Schweizer den Weg nach Göteborg gefunden. Ich war nun zwei Tage mit ihnen im Trainingslager und sie haben festgestellt, dass ich ziemlich viel schwatze. Ich war wohl froh, wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen zu können. Trotzdem war ich der Star der ganzen Truppe: Erstens hatten sie wieder den altbewährten Büssli-DJ und zweitens brachte ich meinen Laptop samt mobilem Internetreciver (Danke Karl!) mit. Wir sind doch alle Internetsuchtis! Nun geh ich aber Schwedisch lernen, damit ich für die Schule morgen gerüstet bin, oder damit ich den nächsten Blog in Schwedisch schreiben kann…

Achja, wie schon gesagt, manchmal sind die Schweden wirklich komisch. Hier noch ein weiteres Bild zum Thema „Die spinnen, die Schweden!“:

Im grossen Einkaufszentrum in Göteborg (Nordstan) wurde der erste Espritladen eröffnet. Um die Leute darauf aufmerksam zu machen, veranstalteten sie kurzerhand einen senkrechten Catwalk... unglaublich!


Samstag, 22. März 2008

Glad Påsk!

Liebe Zuhausegebliebenen,

auch in Schweden feiern sie Ostern, zwar ohne Osterhasen, dafür mit massenhaft anderen Süssigkeiten. Und auch in Schweden gibt es eher an Ostern Schnee als an Weihnachten. Nun haben sie sogar den Skilift beim Skihügel, der vielleicht gerade mal 40 m hoch ist, installiert. So viel Schnee hat es aber doch wieder nicht. Oke, zum Schlitteln genügt's, aber zum Skifahren? Kein Problem, wir haben ja noch eine Schneekanone. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich heute dort vorbeirannte. Aber manchmal sind die Schweden wirklich komisch. Der Donnerstag vor Ostern ist zum Beispiel auch nicht grün sondern rosa. Wie süss!


Na dann, glad Påsk!

Sonntag, 9. März 2008

Lägenheten i Göteborg

Was ich jetzt gerade sehe? Das kommt drauf an, zum einen einmal meinen Computer, wenn ich den Kopf etwas hebe, den Hafen von Göteborg. Wenn ich aufstehe und nach links schaue, die berühmte Hängebrücke, den ganzen lang gezogenen Hafen. Und wenn ich mich drehe, dann blicke ich über die Dächer Göteborgs. Aber ich habe mehr als nur einen Blick über die Altstadt. Zum Beispiel sehe ich auch das Ullevi, das Stadion, oder die Achterbahnen des Lisebergs, oder weiter, bis zum Vidblicksgatan 6. Und ich bin hier nicht auf einem Aussichtsturm oder so, sondern in meiner Einzimmerwohnung. 144 Stufen sind zu schaffen, um da raufzukommen. Ich wohne sozusagen auf dem Dach, in einer Kupole. Dazu das Zitat meines Taxichauffeurs: „That’s probably the nicest apartment in whole Gothenburg.“ Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es irgendwo noch etwas Exklusiveres gibt. Schaut euch die Bilder an und überzeugt euch. Jättebra! Fett najs!


I Göteborg igen!

Eine halbe Stunde zu früh setzte unser Flugzeug nach einem wunderschönen Flug mit Blick über ganz Göteborg zu einer eher unschönen Landung an. Den Schock hatte ich aber schnell verdaut, denn es erwarteten mich zwei spannende Monate in Göteborg und nichts konnte meine Aufregung stoppen. Dann kam auch schon bald mein Privattaxi, ein Freund aus dem Klub. Er ist also wirklich ein richtiger Taxifahrer mit echten Taxifahrerkleidern und einem echten Taxi. Nur der Gebührenzähler war ausgeschaltet. Er fuhr mich direkt zu meinem Palast (siehe nächster Blog). Als ich diesen zweiten Schock, den „Wow!-Was-für-eine-Wohung-Schock“ verdaut hatte (was wesentlich länger dauerte), richtete ich mich gemütlich ein in dieser Wohnung, wo man nicht gleichzeitig kochen und Fernsehschauen kann, weil es sonst die Sicherung raushaut. Später erledigte ich einige organisatorische Dinge und ärgerte mich schon das erste Mal, dass ich (noch) nicht Schwedisch sprechen kann. Nach dem Klubtraining am Abend war ich so müde, dass ich gleich einschlief, obwohl eine Stunde später Scrubs im Fernsehen gekommen wäre…

Mittwoch, 2. Januar 2008

Weihnachten

Das Schönste an Weihnachten ist, dass man deswegen Ferien hat. Es gibt aber auch andere Vorteile. Man hat wieder einen Grund, mit der ganzen Verwandtschaft einen mehr oder weniger friedlichen Tag zu verbringen, es gibt feines Essen und Geschenke, man bekommt viele liebe Wünsche und Grüsse… Weswegen Weihnachten eigentlich gefeiert wird, geht dabei immer mehr unter. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich auch dieses Jahr in die Mitternachtsmesse gegangen bin, wie jedes Jahr. Etwas weniger erfreulich dabei ist, dass dieser Kirchengang häufig der Einzige im Jahr ist… naja, das tut ja hier nicht so viel zur Sache.

Eigentlich sollte der Advent und Weihnachten ja die schönste Zeit des Jahres sein. Wäre da nicht der Weihnachtsstress. Je näher Weihnachten kommt, desto mehr Leute drängen sich durch die Regale. Alles geht in die Stadt einkaufen, vor allem am Sonntag. Was wohl so erquickend daran ist, Stunden Schlange zu stehen und sich regelrecht durch die Menschenmenge boxen zu müssen? Aber das Schlimmste ist, dass ich ja auch zu denen gehöre, obwohl ich mir jedes Jahr vornehme, alles früher zu erledigen. Ein weiterer Nachteil an Weihnachten ist die negative Positivbilanz, was Kalorien betrifft. Die Weihnachtsguetzli haben einen grossen Anteil daran. Ach ja, sogar diese haben wir dieses Jahr auf den letzten Drücker gemacht. Am Tag vor Weihnachten wurde unsere Küche zur Manufaktur umfunktioniert, es wurden laufend Guetzli und andere Süssigkeiten erstellt. Jede Person führte einen anderen Arbeitsschritt aus. Das war garantiert ein neuer Rekord in der Guetzligeschichte der Engelers vom Räuchlisberg…

Weihnachten selber war dann so wie immer, Baum anzünden, resp, die Kerzen darauf, Geschenke auspacken, dem Trompetenspiel lauschen (mein Mädli auf dem Klavier wurde wegen Einschlafgefahr verboten), Geschenke ausprobieren (Nintendo WiiJ) und dann der obligatorische Kirchenbesuch. Das Fest mit der Verwandtschaft war auch nicht anders als die letzten Jahre, am „Kindertisch“ wurde vorallem über Fussball gesprochen, währenddessen die „Grossen“ über politische Themen, an denen es dieses Jahr nicht mangelte, diskutierten. Am letzten Weihnachtstag wurden wir dann noch ein letztes Mal gemästet, bevor wieder Ruhe einkehrte… und die Ferien begannen!