Mittwoch, 30. April 2008
Freitag, 25. April 2008
Tiomila
Nur noch einen Tag respektive eine Nacht bis zum OL-Ereignis des Jahres, der Tiomila. Ich wurde schon vor Wochen vorgewarnt: „Achtung, vor der Tiomila drehen alle Schweden durch!“. Und man merkt wirklich, dass die hier alle ziemlich nervös werden. Für viele Orientierungsläufer ist es fast der wichtigste Wettkampf der Saison. Zwar ist es das nicht für mich, aber ich freue mich sehr auf morgen. Ich wollte schon immer einmal an einer grossen Staffel mitlaufen, nun ist es soweit. Hej ihr 6999 andere Tiomilateilnehmer, ich komme!!!
I am still alive...
Da bin ich wieder… Immer noch in Göteborg, immer noch glücklich darüber. Mittlerweile hat sich wieder Vieles verändert. Ich bin zum Beispiel umgezogen. Jetzt wohne ich mit zwei Schweizern in einer schönen Wohnung beim Redbergsplatsen. Doch mit zwei Jungs zusammen zu wohnen ist hart, das habe ich schon nach kurzer Zeit festgestellt. Weshalb? Sie sind halt Jungs… Aber das Praktische ist, dass sie ein Auto dabei haben. Wir sind so sehr mobil und können in alle schönen Wälder trainieren gehen.
Nun gehe ich auch nicht mehr zu Schule, welche ich doch noch ziemlich vermisse. Ach ja, die Schule habe ich ja noch gar nie erwähnt. Ich habe ja im März mit einem Anfängerintensivkurs begonnen, welcher so elend langweilig war. Es lernen nicht alle gleich schnell, das wusste ich ja. Aber es gibt wirklich solche, die lernen gar nicht, auch wenn man es zehnmal wiederholt. Nun ja, das Lerntempo war mir definitiv zu langsam, ich war doch sehr unterfordert. Irgendwann (viel zu spät) konnte ich in eine höhere Stufe wechseln. Das war super. Ich lernte endlich mehr Schwedisch und traf viele nette Leute, mit welchen ich auch in den Ausgang ging. Dank meinen neuen Freunden lernte ich auch das Sprachcafét kennen und schätzen. Jeden Donnerstag geht man dorthin und spricht miteinander Schwedisch. Man trifft da vor allem Einwanderer, die die neue Sprache üben wollen. Es war jeweils sehr spannend, mit irgendwelchen Leuten, die man noch nie vorher gesehen hat, über Gott und das Leben zu reden. Ich habe mich schlussendlich entschliessen können, den nächsten (bzw. übernächsten, ich hätte nochmals einen überspringen können) Kurs nicht zu machen. Der Grund dafür ist, dass ich noch ein bisschen reisen gehen werde. In einer Woche geht es los…Dalarna, ich komme!
Bis dahin geniesse ich das traumhafte Frühlingswetter in Göteborg (und höre mir schadenfreudig die Wetterprognosen für die Schweiz an). Was gibt es Schöneres, als mit dem Velo an einen der unzähligen Seen zu fahren, an der Sonne zu liegen und (vielleicht) ein bisschen schwedisches Vokabular zu lernen? Oder was spricht gegen einen Spaziergang im botanischen Garten mit Mittagsschläfchen an der Sonne?
Fast hätte ich ein wichtiges Ereignis vergessen: Ich habe mir endlich lang ersehnte Björn-Borg-Unterwäsche geleistet, und da mir es dieser Tennisspieler wirklich angetan hat, kamen noch ein Paar Björn-Borg-Schuhe dazu… das war’s für heute, ha det bra och vi hörs!
Bilder folgen später...
Mittwoch, 2. April 2008
Hejsan!
Der Schnee hat sich verflüssigt und gestern war ich etwas irritiert, als die Sonne schien. Es war fast zu warm, mit einem Thermo OL zu laufen. Da kamen ja richtige Frühlingsgefühle auf! Heute hat sich die Situation aber normalisiert und es regnet wieder bei 6° C. Seit dem letzten Blog ist wieder einiges passiert. Zum Beispiel haben nun auch noch andere Schweizer den Weg nach Göteborg gefunden. Ich war nun zwei Tage mit ihnen im Trainingslager und sie haben festgestellt, dass ich ziemlich viel schwatze. Ich war wohl froh, wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen zu können. Trotzdem war ich der Star der ganzen Truppe: Erstens hatten sie wieder den altbewährten Büssli-DJ und zweitens brachte ich meinen Laptop samt mobilem Internetreciver (Danke Karl!) mit. Wir sind doch alle Internetsuchtis! Nun geh ich aber Schwedisch lernen, damit ich für die Schule morgen gerüstet bin, oder damit ich den nächsten Blog in Schwedisch schreiben kann…
Im grossen Einkaufszentrum in Göteborg (Nordstan) wurde der erste Espritladen eröffnet. Um die Leute darauf aufmerksam zu machen, veranstalteten sie kurzerhand einen senkrechten Catwalk... unglaublich!
Samstag, 22. März 2008
Glad Påsk!
Liebe Zuhausegebliebenen,
auch in Schweden feiern sie Ostern, zwar ohne Osterhasen, dafür mit massenhaft anderen Süssigkeiten. Und auch in Schweden gibt es eher an Ostern Schnee als an Weihnachten. Nun haben sie sogar den Skilift beim Skihügel, der vielleicht gerade mal 40 m hoch ist, installiert. So viel Schnee hat es aber doch wieder nicht. Oke, zum Schlitteln genügt's, aber zum Skifahren? Kein Problem, wir haben ja noch eine Schneekanone. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich heute dort vorbeirannte. Aber manchmal sind die Schweden wirklich komisch. Der Donnerstag vor Ostern ist zum Beispiel auch nicht grün sondern rosa. Wie süss!
Na dann, glad Påsk!
Sonntag, 9. März 2008
Lägenheten i Göteborg






I Göteborg igen!
Eine halbe Stunde zu früh setzte unser Flugzeug nach einem wunderschönen Flug mit Blick über ganz Göteborg zu einer eher unschönen Landung an. Den Schock hatte ich aber schnell verdaut, denn es erwarteten mich zwei spannende Monate in Göteborg und nichts konnte meine Aufregung stoppen. Dann kam auch schon bald mein Privattaxi, ein Freund aus dem Klub. Er ist also wirklich ein richtiger Taxifahrer mit echten Taxifahrerkleidern und einem echten Taxi. Nur der Gebührenzähler war ausgeschaltet. Er fuhr mich direkt zu meinem Palast (siehe nächster Blog). Als ich diesen zweiten Schock, den „Wow!-Was-für-eine-Wohung-Schock“ verdaut hatte (was wesentlich länger dauerte), richtete ich mich gemütlich ein in dieser Wohnung, wo man nicht gleichzeitig kochen und Fernsehschauen kann, weil es sonst die Sicherung raushaut. Später erledigte ich einige organisatorische Dinge und ärgerte mich schon das erste Mal, dass ich (noch) nicht Schwedisch sprechen kann. Nach dem Klubtraining am Abend war ich so müde, dass ich gleich einschlief, obwohl eine Stunde später Scrubs im Fernsehen gekommen wäre…








