Folgende Geschichte basiert auf wahren Gegebenheiten. Es waren Profis am Werk, bitte nicht zu Hause nachmachen.
Fuenf junge Orientierungsläufer und ein Betreuer machten sich auf den Weg nach Borlänge. Mit einem Minibus tuckerten sie los. Nach drei Stunden Fahrt bekamen sie Hunger und hielten bei einem Supermarkt in Örebro an. Als sie aus dem Supermarkt kamen, stand ihnen der Schreck ins Gesicht geschrieben: die Schiebetuer des Minibus war offen. Nein, es waren keine Diebe am Werk, sondern sie hatten schlicht und einfach vergessen, die Tuer zu schliessen. Es wurde darueber gelacht und alle fandens lustig. Am Tag danach fand der wichtige Wettkampf statt. Als die Gruppe muede und abgekämpft (es war ein harter Wettkampf) mit dem Buessli in die Unterkunft zurueck fahren wollten, trauten sie ihren Augen nicht: die Schiebetuer des Minibus war offen! Nein, es waren keine Diebe am Werk, sondern sie hatten schlicht und einfach vergessen, die Tuer zu schliessen. Wo gab´s den sowas?!? Zweimal in so kurzer Zeit den gleichen Fehler zu machen... Es schien, als ob diese Leute etwas kopflos waren. Und weil alle guten Dinge drei sind, merkten die jungen Orientierungsläufer am Sonntagmorgen nach 5 Minuten Fahrt von der Unterkunft zum Wettkampfszentrum, dass sie die Tuere hinten beim Bus offen gelassen hatten. Nach 5 Minuten Fahrt! Die Orientierungsläufer konnten sich kaum mehr halten vor lachen. Niemand fand eine Erklärung dafuer, es war wie verhext. Dreimal in drei Tagen und das ohne Absicht... Das schafft sonst niemand! Aber frische Luft hat noch nie jemandem geschadet.
Da fragt man sich, was sind denn das fuer Leute, diese Orientierungsläufer? Vielleicht ist diese Frage berechtigt. Manchmal stelle ich sie mir auch. Ich meine jetzt nicht wegen den offenen Tueren. Das hätte auch Fussballern passieren können... (Oder vielleicht auch nicht :-)) Aber wie kommt ein Mensch dazu, wie blöde durch den Wald zu hetzen, nur damit er an allen Kontrollposten in möglichst kurzer Zeit vorbeikommt? Das Schlimme daran, er muss sogar den Weg noch selber finden und das mit Hilfe einer Karte, mit jener sich ein normaler Mensch nicht zurechtfinden könnte. Und wie kommt ein Mensch dazu, sich durch Dreck, Sumpf, Gestruepp, Dornen, Blaubeerbuesche und anderes hindurchzukämpfen? Die Antwort ist ganz simpel: weil es Spass macht und weil es eine Herausforderung ist.
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