Sonntag, 14. März 2010
Zusammenfassung
Olympia: Was für ein Glück, dass wir einen grossen Fernseher und Sender mit HD-Qualität haben. Karl und ich klebten regelrecht vor dem Fernseher. Einzig als Schweden gegen Schweiz (Herrcurling) im kleinen Final gegeneinander spielten, hatten wir kleine Meinungsverschiedenheiten, sonst waren wir uns immer einig, wer gewinnen sollte (also nicht die Norweger und nicht die Österreicher:-))
Grippe: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine solch starke Grippe gehabt habe. Oder warte mal, doch. Das war wohl im Skilager in Pontresina, Krankenschwester Mami lässt grüssen. Grippe ist mühsam, doch das Timing, also während Olympia, war nicht einmal so übel. Wenn man krank ist, dann darf man nämlich mehr als eine halbe Stunden fernsehen (okay, hätte ich ja sowieso gemacht aber trotzdem).
Schnee: Den hab ich hier oben (also ungefähr bei der Nase)! Einen halben Meter von diesem Zeugs in Göteborg ist einfach zu viel. Und schmelzen will und will er nicht. Die Joggingwege haben sich zu Eisbahnen verwandelt, deshalb kann man momentan nur auf Asphalt trainieren. Und an OL ist nicht zu denken. Ich glaub es wird April bis ich zum ersten Mal OL laufen kann in diesem Jahr, die Wettkämpfe im März sind so ziemlich alle abgesagt...
Umzug: Mensch ist das anstrengend. Niemand kann sich vorstellen, wie viele Sachen man auf 22 Quadratmetern (plus einen kleinen Kellerraum) verstauen kann. Das täuscht!
Studium: 50% Studium ist ehrlichgesagt ziemlich easy. Ich habs auch ziemlich locker genommen während Olympia und krank war ich ja auch noch. Doch nach zwei Wochen "nicht so viel tun" wurde es dann plötzlich ziemlich intensiv.
Kemist: Das schwedische Wort für Chemiker (das war schwer, was?). Die werd ich echt vermissen. Hoffentlich lerne ich ein paar nette "Biotekniker" kennen. Aber den Kontakt mit den Chemikern werd ich auf jeden Fall behalten!
Jetzt hau ich mich aber aufs Ohr, morgen gilt es ja wieder ernst... God natt!
P.s. Entschuldigung für allfällige Schreibfehler, ich bin echt aus der Übung. Es geht schon so weit, dass mir zuerst schwedische Wörter in den Sinn kommen wenn ich einen Text schreibe...
Tentan avklarad!
Örngatan 1F, 43168 Mölndal
Bilder sagen oftmals mehr als tausend Worte...
Mittwoch, 17. Februar 2010
Rachel i Sverige
Momentan ist mein Studentenleben ziemlich easy, einen Chemiekurs habe ich schön früher als geplant abgeschlossen und studiere jetzt eigentlich nur 50% bis Mitte März, danach gehts aber wieder richtig los. Das Timing ist perfekt, ich habe Zeit für die olympischen Spiele, Training und vorallem auch um den bevorstehenden Umzug vorzubereiten. Jaaa, wir ziehen Ende Februar um, also schon sehr bald! Bis anhin haben Karl und ich uns eine 22 Quadratmeter grosse Wohnung geteilt. Das war wirklich eng! Die neue Wohung ist doppelt so gross und liegt näher beim Wald, doch etwas weiter weg von der Uni (ca. 5 min Velo oder Bus) aber das war ja klar, dass diese Lage hier in dieser Beziehung nicht mehr zu toppen ist. Mein Schulweg ist jetzt nämlich ca. 30 Sekunden lang. Ja, bis zum Umzug werde ich das noch ausnutzen, wenn die Vorlesung um 8 beginnt, esse ich (wenns gut kommt) um 7.48 Uhr Frühstück, putze Zähne um 7.54 Uhr und gehe aus dem Haus 7.57 Uhr. Das nenne ich Optimierung.
Ich muss jetzt wieder aufhören, gleich beginnt Curling: Schweiz gegen Schweden. Mensch, jetzt hab ich ein echtes Dilemma... Aber da Schweiz das erste Spiel verloren und Schweden das erste Spiel gewonnen hat, fände ich es mehr als gerecht, wenn jetzt Schweiz gewinnt. Go Mirjam Ott!
Bis bald!
Dienstag, 21. April 2009
Zurück vom Glück
Leider wurde ich in Schweden krank. Und konnte deshalb nicht am Wettkampf des Jahres teilnehmen. Aber auch als Zuschauer war die Tiomila ein Erlebnis! Etwas kalt (schätzungsweise -4°C in der Nacht), aber spannend. Ich übte mich als "personal coach". Karl war meine Versuchsperson, fragt ihn selber ob er mit mir zufrieden ist:-)
Aber ja, ich musste ja zurück an die Uni. Bin gestern gelandet, und habe mich heute morgen schon das erste Mal nach den Ferien gelangweilt; das sind ja schöne Aussichten für die nächsten 6 Wochen... Lustig wurde es erst, als unser Matheprofessor uns nach dem Erwartungswert fragte, wenn wir bei im im Büro 6000x würfeln würden. Die Frage zurück an ihn: Was erwarten SIE denn?
Nebenbei versuche ich das Schwedendefizit etwas auszugleichen. "Sleeping in my car!" ertönt es laut aus meinen Lautsprechern, auf meinem Nachttisch liegt ein schwedisches Buch. Ja, jetzt gerade steht Schwedisch an erster Stelle, denn mein Ziel ist klar: die TISUS Prüfung am 11. Mai! Einen Sprachtest in Schwedisch, der mir erlaubt, an einer schwedischen Universität zu studieren.
Zuerst einmal muss ich jetzt aber an meinen Matheübungen rumstudieren. Erwartungswert und so, ihr wisst schon...
Sonntag, 5. April 2009
Auferstehung
Ich gebs ja zu, ich hab viel lieber Blogs gelesen als selber geschrieben. Karls Blog zum Beispiel (karltiselius.se) Immer schön aktuell und interessant. Was man von meinem Blog nicht behaupten kann. Und Facebook, das war ein bisschen wie mein Blogg. Dann sind Rahel und ich eines Abends noch auf die blöde Idee gekommen, uns bei Twitter anzumelden. Twitter soll ja der neue Trend nach Facebook werden, und ich wollte das halt mal ausprobieren... Twitter, eine Mischung aus Blog und Statusnachricht. Irgendwie spannend, irgendwie krank. Meeeensch da schreiben jede Minute Millionen von Leute auf, was sie gerade denken oder machen. Ich hab mich zu Sicherheit mal angemeldet, bevor man dann "out" ist, wenn man es nicht macht :-) Aber ich hab noch nichts reingeschrieben ausser dass ich mich schämte, dass ich Musicstar geschaut habe.
Momentan denke ich oftmals sehnsüchtig zurück an die Zeit vor einem Jahr. Da lebte ich in Göteborg City! Das war echt schön! Aber in einer Woche, an Ostern, darf ich endlich wieder mal zurück in meine zweite Heimat. Da fällt mir doch gerade Ostern vor einem Jahr ein, das war lustig. 30 cm Schnee in Göteborg = Chaos. Hihi. Dafür habe ich den Osterhasen vermisst. Den gibt es nämlich nicht in Schweden, oder zumindest nicht denjenigen aus Schokolade! Lindt hat zwar mal versucht, diese süssen Tierchen anzusiedeln, aber so richtig ausgebreitet haben sich die goldenen Hasen noch nicht. Das werde ich dieses Jahr ändern. Mit Handgepäck voller Osterhasen werde ich mich auf die Reise machen.
Ich werd gleich weiterschreiben, aber an meinem Chemiebericht. Eben! Es ist nicht mehr das gleiche wie vor einem Jahr, als ich unendlich viel Zeit hatte. Die Pflichten der Uni rufen...
Und Tschüss!
Samstag, 8. November 2008
Samstigobig
Zwüscheddure hani äbä mol no schnell dä Fernseh igschalte. Am Samstigobig chömed jo bekanntlich nume sehr hochstehendi Sendige, wiä "Wetten, dass!" mit dä Hariboblondine, wo 50% vodä Sendezyt sinä Gäscht in Usschnitt lueget. Drum hani schnell uf RTL umgschalte, wo diä ander hochstehendi Sendig Supertalent gloffe isch. Zitat des Abends: "Man kann Dieter Bohlen nicht eifnach so nachmachen, der ist eigenartig!" vom Bruce Darnell, au bekannt als Hülsuse vo Supermodel. Genau, da haoscht duo RRRäscht!
Drum hani mi entschiede, gschider chli was über Rho-independent termination vom E.coli zläsä, aber schlussendlich bini wieder im Internet glandet...
Ah jetzt gangi aber go schlofe! Guet Nacht!
Samstag, 25. Oktober 2008
Neue Erkenntnisse...
- 1/18 des Bachelors ist geschafft (der Matheprofessor hat uns herzlich dazu gratuliert). So viel dafür tun mussten wir bis jetzt jedoch nicht, aber das wird sich wohl noch ändern...
- In der Mensa kann man verarscht werden. Paella (mit Tintenfische!!!) wird als Gemüsereis getarnt, damit sie das komische Zeugs auch ja losbringen (denn wer isst schon Tintenfische?!).
- Eine Zelle ist HOCHDYNAMISCH. Dieses Wort nahm unser Zellbiologieprofesser etwa 11 Mal in 90 Minuten in den Mund. Jetzt weiss ich es dafür, das werde ich nie mehr vergessen... hochdynamischschsch....
- Man kann alles komplizierter machen als es ist. Unsere Professoren, allen voran der Chemieprofessor, sind spitze darin, die einfachsten Sachen so zu erklären, dass es richtig kompliziert wird. Aber wir sind ja an einer Uni, da wird nichts Einfaches gelehrt (und wenn doch, dann muss es eben kompliziert gemacht werden)!
- Wenn der Oberguru des Chemiepraktikums auftaucht, haben 90% der Studenten Schweissausbrüche.
- Knoppers sind Aktion im Denner:-)
... und und und ...
Vielleicht fällt mir für den nächsten Blog etwas Besseres ein.
Donnerstag, 25. September 2008
Göteborg, Uni, Rennvelo.
In Göteborg genoss ich meine letzte Ferienwoche mit einem Longjogg mit Karl, einem Nacht-OL mit Karl, ausgiebigen Spaziergängen mit Karl, einem VIP-Kino-Besuch mit Karl, Krebsfischen mit Karl und Ausschlafen und Shoppen - ohne Karl (der musste in die Schule... hihi - und letzteres tu ich immer noch lieber alleine...)
Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte... Voilà!




Wieder zurück in der Schweiz begann sogleich mein Biologiestudium an der Universität Zürich. Mit einem Tag Verspätung erreichte ich den Irchel, der in den nächsten paar Jahren mein drittes Zuhause sein wird. Bis dann werd ich wohl auch verstanden haben, wie das mit den unzähligen Gängen funktioniert... Wieso studiere ich eigentlich Biologie? Unser Genetikprofessor sagte, dass schon alleine die fundamentale Frage "Weshalb gibt es zwei Geschlechter" ein ganzes Biologiestudium rechtfertigen würde. Ich schrieb nach 10 Sekunden überlegen die folgende Antwort auf den Zettel (den wir nach der Vorlesung abgeben mussten): Genetische Durchmischung. Muss ich wirklich noch 5 Jahre an dieser Frage studieren?
Rachel Rennvelo!!!
So lautete meine Statusnachtricht auf Facebook vor ein paar Tagen. Ah ich hab ein ganz Tolles Velo gekriegt! Hab richtig Schmetterlinge im Bauch wenn ich an mein Velo denke. Heute wollte ich ins Velotraining des ASVZ. Leider hab ich niemanden getroffen am besagten Treffpunkt. Deshalb bin ich alleine losgeradelt und habe Zürich erkundet. Bis zum Wolkenbruch gefiel es mir auch ganz gut... danach nahm ich aber den kürzesten Weg zurück nach Schwamendingen, obwohl ich sowieso schon durchnässt war. Jänu!
Was bisher geschah... dritter und letzter Teil
Karl und ich am grössten OL-Wettkampf der Welt.Montag, 1. September 2008
Was bisher geschah... zweiter Teil
Nun ja, über die JWOC (Junioren-WM im OL, ausgesprochen "Tschei-Wogg") gibt es in erster Linie vorallem Negatives zu erzählen. Da war mal meine Erkältung, die mich daran hinderte, schnell zu laufen und mein Arm, der nicht mehr mitmachte nachdem ich einen kleinen Felsen runterstürzte... Aber ich habe natürlich auch Spass gehabt in dieser Woche, obwohl es im sportlichen Bereich überhaupt nicht nach Wunsch lief. So eine WM ist immer ein besonderes Erlebnis, der Kontakt zu ausländischen Läufern im WM-Dorf, die Wettkämpfe, die Rangverkündigungen. Ein Beispiel für einen lustigen Moment ist die Eröffnungsfeier, die im Liseberg, einem Freizeitpark, stattfand. Wir durften vorher alle Attraktionen gratis ausprobieren. Die Achterbahnen waren der Hammer! Beim freien Fall hatten wir zwar eine traumhafte Aussicht mit Sonnenuntergang über ganz Göteborg, aber leider nur für kurz Zeit, danach schnellten wir in die Tiefe.. aaahhh! An der Eröffnungszeremonie wollten wir Schweizer möglichst auffallen, allen voran unser Trainer, der oftmals der grösste Kindskopf in der auch so schon "kindskopfigen" Truppe ist. Laute Zwischenrufe sowie das Tanzen auf der Sitzbank war eine Schweizer Erfindung. Zuerst wurden wir etwas schräg angeschaut, schlussendlich liessen sich aber auch andere Nationen begeistern und wir pogten zu den letzten Liedern der Rockband, welche den Anlass musikalisch unterstrichen. Die Schweden (und auch andere Nationen) hielten sich da aber raus, wahrscheinlich war ihnen die Verletzungsgefahr zu gross, wir hatten aber auf jeden Fall unseren Spass!
Schweizer-WM-Girls auf der Achterbahn, yeahh!Im Gesundensportlager (so heisst das übersetzt) zeltet man eine Woche und hat viele Möglichkeiten, Sport zu betreiben. Leider regnete es oft und warm war es auch nicht. Deshalb fiel für mich das Baden im See schon mal weg. Für mich war vorallem Lauf-, OL- und Radsport angesagt. Das Highlight war, als ich den Pontusathlon bei den Damen gewann, Karl war der übrigens schnellste Herr. Dieser Wettkampf beinhaltete im Gesamten etwa 3 Kilometer Laufen, 75 Meter Schwimmen und 400 Meter Hindernislauf. Ich verlor zwar unglaublich viel Zeit auf der Schwimmstrecke (eine Katze kann besser schwimmen als ich), doch beim Laufen holte ich die Zeit wieder heraus. Als ich einen knappen Sieg ins Ziel lief, verkündete der Speaker, dass jetzt eine OL-Läuferin aus dem tschechischen Juniorennationalkader einläuft. Nach einem Protest meinerseits korrigierte er seine Aussage, irgendwie bin ich halt schon stolz auf unsere Schweiz.
Fortsetzung folgt...
Donnerstag, 21. August 2008
Was bisher geschah...
Eva und ich im St. Jakobspark, doch alles fänen half nichts, die Schweiz verlor und schied sang- und klanglos aus.
Das Wohnzimmer unserer Luxussuite. Der Whirlpool war übrigens auch ganz toll...Karl, ein echter Wikinger mit rotem Bart, kam für eine Woche ins Heidiland. Am ersten Tag liess ich mir für meinen Schweden etwas ganz Besonderes einfallen. Wir gingen in die IKEA und kauften schwedische Möbel für mein neues Zimmer in Zürich - Haha! Aber er lernte dann schon noch die "echte" Schweiz kennen. Auf dem Jungfraujoch fehlte uns nicht nur wegen der dünnen Luft der Atem. Es war einfach (atemberaubend) schön, auch für eine waschechte Schweizerin. Ach ja, ein neues deutsches Wort, das Karl von alleine gelernt hat, ist mega. Anscheinend sagen wir das megaoft, ihm ist das auf jeden Fall mega aufgefallen.
Nein, das ist keine Fotomontage! Karl und ich, auf 3571 Metern Höhe, vor dem Aletschgletscher. MEGAWOW!Ich muss schlafen gehen, denn als Hilfskraft muss man pünktlich auf der Matte stehen. (Das reimt sich sogar!)
Sonntag, 17. August 2008
Die Sommerpause ist vorbei...
Ach, das war ja lange her. „Det var länge sen“ würden sie jetzt in Schweden sagen. Aber ich bin ja schon lange nicht mehr in Schweden, also genau zweieinhalb Wochen, aber das ist eine Ewigkeit. Nun, zurück zur eigentlichen Sache: hier kommt ein neuer Blogeintrag! Ich hätte ja so viel schreiben können, aber es wurde mir immer peinlicher, weil der letzte Eintrag schon „sà länge sen“ ist. Ich traute mich nicht mehr, etwas zu schreiben. Doch heute nehme ich mich zusammen, denn besser wird’s ja wirklich nicht. Ja, nun ist die Blogsommerpause vorüber... See you
Mittwoch, 30. April 2008
Freitag, 25. April 2008
Tiomila
Nur noch einen Tag respektive eine Nacht bis zum OL-Ereignis des Jahres, der Tiomila. Ich wurde schon vor Wochen vorgewarnt: „Achtung, vor der Tiomila drehen alle Schweden durch!“. Und man merkt wirklich, dass die hier alle ziemlich nervös werden. Für viele Orientierungsläufer ist es fast der wichtigste Wettkampf der Saison. Zwar ist es das nicht für mich, aber ich freue mich sehr auf morgen. Ich wollte schon immer einmal an einer grossen Staffel mitlaufen, nun ist es soweit. Hej ihr 6999 andere Tiomilateilnehmer, ich komme!!!
I am still alive...
Da bin ich wieder… Immer noch in Göteborg, immer noch glücklich darüber. Mittlerweile hat sich wieder Vieles verändert. Ich bin zum Beispiel umgezogen. Jetzt wohne ich mit zwei Schweizern in einer schönen Wohnung beim Redbergsplatsen. Doch mit zwei Jungs zusammen zu wohnen ist hart, das habe ich schon nach kurzer Zeit festgestellt. Weshalb? Sie sind halt Jungs… Aber das Praktische ist, dass sie ein Auto dabei haben. Wir sind so sehr mobil und können in alle schönen Wälder trainieren gehen.
Nun gehe ich auch nicht mehr zu Schule, welche ich doch noch ziemlich vermisse. Ach ja, die Schule habe ich ja noch gar nie erwähnt. Ich habe ja im März mit einem Anfängerintensivkurs begonnen, welcher so elend langweilig war. Es lernen nicht alle gleich schnell, das wusste ich ja. Aber es gibt wirklich solche, die lernen gar nicht, auch wenn man es zehnmal wiederholt. Nun ja, das Lerntempo war mir definitiv zu langsam, ich war doch sehr unterfordert. Irgendwann (viel zu spät) konnte ich in eine höhere Stufe wechseln. Das war super. Ich lernte endlich mehr Schwedisch und traf viele nette Leute, mit welchen ich auch in den Ausgang ging. Dank meinen neuen Freunden lernte ich auch das Sprachcafét kennen und schätzen. Jeden Donnerstag geht man dorthin und spricht miteinander Schwedisch. Man trifft da vor allem Einwanderer, die die neue Sprache üben wollen. Es war jeweils sehr spannend, mit irgendwelchen Leuten, die man noch nie vorher gesehen hat, über Gott und das Leben zu reden. Ich habe mich schlussendlich entschliessen können, den nächsten (bzw. übernächsten, ich hätte nochmals einen überspringen können) Kurs nicht zu machen. Der Grund dafür ist, dass ich noch ein bisschen reisen gehen werde. In einer Woche geht es los…Dalarna, ich komme!
Bis dahin geniesse ich das traumhafte Frühlingswetter in Göteborg (und höre mir schadenfreudig die Wetterprognosen für die Schweiz an). Was gibt es Schöneres, als mit dem Velo an einen der unzähligen Seen zu fahren, an der Sonne zu liegen und (vielleicht) ein bisschen schwedisches Vokabular zu lernen? Oder was spricht gegen einen Spaziergang im botanischen Garten mit Mittagsschläfchen an der Sonne?
Fast hätte ich ein wichtiges Ereignis vergessen: Ich habe mir endlich lang ersehnte Björn-Borg-Unterwäsche geleistet, und da mir es dieser Tennisspieler wirklich angetan hat, kamen noch ein Paar Björn-Borg-Schuhe dazu… das war’s für heute, ha det bra och vi hörs!
Bilder folgen später...
Mittwoch, 2. April 2008
Hejsan!
Der Schnee hat sich verflüssigt und gestern war ich etwas irritiert, als die Sonne schien. Es war fast zu warm, mit einem Thermo OL zu laufen. Da kamen ja richtige Frühlingsgefühle auf! Heute hat sich die Situation aber normalisiert und es regnet wieder bei 6° C. Seit dem letzten Blog ist wieder einiges passiert. Zum Beispiel haben nun auch noch andere Schweizer den Weg nach Göteborg gefunden. Ich war nun zwei Tage mit ihnen im Trainingslager und sie haben festgestellt, dass ich ziemlich viel schwatze. Ich war wohl froh, wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen zu können. Trotzdem war ich der Star der ganzen Truppe: Erstens hatten sie wieder den altbewährten Büssli-DJ und zweitens brachte ich meinen Laptop samt mobilem Internetreciver (Danke Karl!) mit. Wir sind doch alle Internetsuchtis! Nun geh ich aber Schwedisch lernen, damit ich für die Schule morgen gerüstet bin, oder damit ich den nächsten Blog in Schwedisch schreiben kann…
Im grossen Einkaufszentrum in Göteborg (Nordstan) wurde der erste Espritladen eröffnet. Um die Leute darauf aufmerksam zu machen, veranstalteten sie kurzerhand einen senkrechten Catwalk... unglaublich!
Samstag, 22. März 2008
Glad Påsk!
Liebe Zuhausegebliebenen,
auch in Schweden feiern sie Ostern, zwar ohne Osterhasen, dafür mit massenhaft anderen Süssigkeiten. Und auch in Schweden gibt es eher an Ostern Schnee als an Weihnachten. Nun haben sie sogar den Skilift beim Skihügel, der vielleicht gerade mal 40 m hoch ist, installiert. So viel Schnee hat es aber doch wieder nicht. Oke, zum Schlitteln genügt's, aber zum Skifahren? Kein Problem, wir haben ja noch eine Schneekanone. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich heute dort vorbeirannte. Aber manchmal sind die Schweden wirklich komisch. Der Donnerstag vor Ostern ist zum Beispiel auch nicht grün sondern rosa. Wie süss!
Na dann, glad Påsk!
Sonntag, 9. März 2008
Lägenheten i Göteborg






I Göteborg igen!
Eine halbe Stunde zu früh setzte unser Flugzeug nach einem wunderschönen Flug mit Blick über ganz Göteborg zu einer eher unschönen Landung an. Den Schock hatte ich aber schnell verdaut, denn es erwarteten mich zwei spannende Monate in Göteborg und nichts konnte meine Aufregung stoppen. Dann kam auch schon bald mein Privattaxi, ein Freund aus dem Klub. Er ist also wirklich ein richtiger Taxifahrer mit echten Taxifahrerkleidern und einem echten Taxi. Nur der Gebührenzähler war ausgeschaltet. Er fuhr mich direkt zu meinem Palast (siehe nächster Blog). Als ich diesen zweiten Schock, den „Wow!-Was-für-eine-Wohung-Schock“ verdaut hatte (was wesentlich länger dauerte), richtete ich mich gemütlich ein in dieser Wohnung, wo man nicht gleichzeitig kochen und Fernsehschauen kann, weil es sonst die Sicherung raushaut. Später erledigte ich einige organisatorische Dinge und ärgerte mich schon das erste Mal, dass ich (noch) nicht Schwedisch sprechen kann. Nach dem Klubtraining am Abend war ich so müde, dass ich gleich einschlief, obwohl eine Stunde später Scrubs im Fernsehen gekommen wäre…








