Mittwoch, 24. Oktober 2007

Nicht schon wieder...

Jahr für Jahr spielt sich bei uns immer die selbe Geschichte ab. Auch diesen Herbst kaufte meine Mutter ihren Hirschpfeffer. Ende September habe das ganz erschrocken festgestellt. Denn jedes Jahr, aber auch wirklich jedes Jahr endet die Geschichte nämlich damit, dass meine Mutter den Hirschpfeffer vergisst und ihn dann wegschmeissen muss, weil er verdorben ist. Als ich meine Mutter im September darauf ansprach, sagte sie sofort: "Ich hab ihn ja gerade erst gekauft!", was ich auch sogleich nachprüfte. Bis am 24. Oktober hatte sie Zeit, ihn zu essen, das sollte möglich sein. Ich wurde sogleich optimistisch, dass diese Jahr alles ganz anders laufen wird. Nun, das war vor Wochen, und jetzt... Der Hirschpfeffer ist noch immer im Kühlschrank. Und es ist der 24. Und es wird wieder so enden wie immer. Und wir werden uns nie ändern können. Als ob die Welt nicht schon schlimm genug wäre. Ok, ich hör dann mal, es artet aus. Ich geh dann besser mal.

P.s. Meine Mutter hat mir hoch und heilig versprochen, den Hirschpfeffer am Freitag zu essen, vielleicht ist ja alles doch nicht so schlimm?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hurra, ich lebe noch! Nachdem ich den zwei Tage überfälligen Hirschpfeffer am Freitag genossen habe, fühle ich mich besser denn je! Dies muss jetzt allen Hirschpfeffer-VerächterInnen und Verfallsdatum-Gläubigen in unserer Familie einmal gesagt sein. Also: Ende gut, alles gut!