Mittwoch, 2. Januar 2008

Weihnachten

Das Schönste an Weihnachten ist, dass man deswegen Ferien hat. Es gibt aber auch andere Vorteile. Man hat wieder einen Grund, mit der ganzen Verwandtschaft einen mehr oder weniger friedlichen Tag zu verbringen, es gibt feines Essen und Geschenke, man bekommt viele liebe Wünsche und Grüsse… Weswegen Weihnachten eigentlich gefeiert wird, geht dabei immer mehr unter. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich auch dieses Jahr in die Mitternachtsmesse gegangen bin, wie jedes Jahr. Etwas weniger erfreulich dabei ist, dass dieser Kirchengang häufig der Einzige im Jahr ist… naja, das tut ja hier nicht so viel zur Sache.

Eigentlich sollte der Advent und Weihnachten ja die schönste Zeit des Jahres sein. Wäre da nicht der Weihnachtsstress. Je näher Weihnachten kommt, desto mehr Leute drängen sich durch die Regale. Alles geht in die Stadt einkaufen, vor allem am Sonntag. Was wohl so erquickend daran ist, Stunden Schlange zu stehen und sich regelrecht durch die Menschenmenge boxen zu müssen? Aber das Schlimmste ist, dass ich ja auch zu denen gehöre, obwohl ich mir jedes Jahr vornehme, alles früher zu erledigen. Ein weiterer Nachteil an Weihnachten ist die negative Positivbilanz, was Kalorien betrifft. Die Weihnachtsguetzli haben einen grossen Anteil daran. Ach ja, sogar diese haben wir dieses Jahr auf den letzten Drücker gemacht. Am Tag vor Weihnachten wurde unsere Küche zur Manufaktur umfunktioniert, es wurden laufend Guetzli und andere Süssigkeiten erstellt. Jede Person führte einen anderen Arbeitsschritt aus. Das war garantiert ein neuer Rekord in der Guetzligeschichte der Engelers vom Räuchlisberg…

Weihnachten selber war dann so wie immer, Baum anzünden, resp, die Kerzen darauf, Geschenke auspacken, dem Trompetenspiel lauschen (mein Mädli auf dem Klavier wurde wegen Einschlafgefahr verboten), Geschenke ausprobieren (Nintendo WiiJ) und dann der obligatorische Kirchenbesuch. Das Fest mit der Verwandtschaft war auch nicht anders als die letzten Jahre, am „Kindertisch“ wurde vorallem über Fussball gesprochen, währenddessen die „Grossen“ über politische Themen, an denen es dieses Jahr nicht mangelte, diskutierten. Am letzten Weihnachtstag wurden wir dann noch ein letztes Mal gemästet, bevor wieder Ruhe einkehrte… und die Ferien begannen!

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